Lehm

 
 

 

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Lehm hat besondere Eigenschaften. Lehm ist luftdurchlässig und kann dadurch Temperatur und Feuchtigkeit regulieren. Ein feuchter Raum wird einen weniger klammen Eindruck machen, weil das Zuviel an Feuchtigkeit allmählich durch den Lehm aufgenommen wird und erst wieder abgegeben wird, wenn der Raum zu trocken ist.

Messungen in Lehmhäusern unterschiedlichster Lehmbautechniken ergaben, dass die relative Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen das ganze Jahr über konstant war. Sie betrug im Mittel 50% und schwankte nur um 5-10%. Je größer die Lehmmasse, desto stärker die regulierende Wirkung. Lehm kann Schadstoffe ( z.B. Nikotin) aus der Luft absorbieren. Die Fähigkeit der Tonminerale, Fremdstoffe bzw. Schadstoffe zu binden, wird auch von der Industrie genutzt.

Durch die gleich bleibende Luftfeuchtigkeit wird auch der in der Raumluft befindliche Feinstaub gebunden. Somit wird ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert, Schimmelbildung reduziert und damit Erkältungskrankheiten vorgebeugt. Die gleichen Eigenschaften vermehren auch das Wohlbefinden von Allergikern in Lehmhäusern. In der heutigen  Zeit halten wir uns zu mehr als 80% in Gebäuden auf. Unser Wohlbefinden dort wird vor allem durch folgende physikalischen Größen beeinflusst:

 Raumlufttemperatur

 Feuchtgehalt der Luft

 Temperatur der raumumschliessenden Flächen

 Gas und staubförmige Verunreinigungen.

Der Lehm beeinflusst mit seinen vielen positiven Eigenschaften diese physikalischen Größen und gibt so den Bewohnern von Lehmhäusern ein hohes Maß an Wohlbefinden.

Bilder unten: Hier wurde in der Diele ein Teil des Gefaches in seinem maroden Zustand als dekorativer Blickfang erhalten. Die Lehmflächen wurden lediglich gegen das Rieseln von Lehmstaub mit Lehmfixierung behandelt.